Seminarqualität

Optimieren der Seminarqualität / Neues Tool zur Seminarbewertung / Evaluation / Seminarindikator

Evaluation

Die Bewerung von Bildungsprozessen ist eine sehr komplexe Aufgabe. Es stehen viele Tools zur Verfügung, mit denen man eine Bewertung vornehmen kann.
Doch wie aussagekräftig sind sie? Berücksichtigen sie die spezifischen aktuellen Belange? Mein Vorgehen in diesem Bereich schildere ich hier kurz.

Seminarequalität Zur Umsetzung einer Evaluation ist eine sorgfältige Planung und Dokumentation sinnvoll. Mit der Planung kann schon im Vorfeld untersucht werden, inwieweit der zu betrachtende Bereich evaluierbar ist, welcher Aufwand dazu betrieben werden muss und welche Faktoren einen Einfluss auf das Ergebnis nehmen können.

Ziel der Planung ist es, die Evaluation so durchzuführen, dass die daraus entstehenden Daten zur weiteren Planung verwendet werden können.
Dazu gilt es, zum einen die Faktoren die die Daten beeinflussen zu berücksichtigen und zum anderen einen Konsens über die Vorgehensweise zu erzielen.

Nach Prof. Dr. Jost Reischmann (Universität Bamberg) sind bei der Planung folgende Fragen aufeinander aufbauend zu beantworten:
Seminarequalität Absicht

Evaluiert werden kann alles. Dazu zählen alle Bereiche und Abläufe, die zur Organisation (Makrodidaktik) und Durchführung (Mikrodidaktik) des Seminars benötigt werden, z.B. die Bereiche Trainer, Teilnehmer, Atmosphäre, Räumlichkeiten, Träger.

Nutzen

Da alles evaluiert werden kann, ist wichtig nach dem Nutzen zu fragen. Welcher Nutzen kann durch die Evaluation erzielt werden? Verbessert sich die Qualität? Werden Daten erhoben, die unbekannt waren? Verbessern sich Abläufe? Bestehen mehr Teilnehmer eine Prüfung?

Indikator

Die Evaluation verfolgt eine Absicht und einen Nutzen. Wie kann ich diese messen? Worin drückt sich die Absicht aus? Gibt es ein Verhalten, einen Aspekt oder ein Ergebnis, dass mir Aufschluss darüber gibt? Zu unterscheiden ist hierbei auch die Reichweite, in der sich die Absicht ausdrückt. Drückt sie sich in Einschätzung, Können, Transfer (Anwendung) oder Wirkung aus? Was verspricht das Seminar dazu? Welche Lernziele sind angegeben?

Methode

Mit welcher Methode lässt sich vorgehen? Es kommen alle Formen der Befragung und Beobachtung, sowie Tests oder Materialanalysen in Frage. Dabei sind Gütekriterien zu beachten. Ist die Methode objektiv, wiederholbar (reliabel), gültig (valide) und normierbar?

Mittel

Sie wissen woran Sie die Absicht der Evaluation erkennen können und womit Sie messen wollen. Jetzt gilt es dasjenige Mittel zu erstellen, das dann zum Einsatz kommt. Das heißt, das Interview vorzubereiten, den Fragebogen zu gestalten und die Vorgehensweise zu planen.
Mit der Leitfrage "Was führt zu falschen Ergebnissen und wie kann ich das verhindern?" wird beleuchtet, was wichtig ist damit die Evaluation objektiv, wiederholbar und gültig ist.
Für das Erstellen von Fragen in einer Evaluation gelten z.B. u.a., folgende Voraussetzungen. Fragen sollten Ziel

Ohne ein Ziel kann nicht ermittelt werden, ob die Absicht erreicht wurde. Stimmt die Qualität oder besteht Bedarf zur Verbesserung? Nachdem die Mittel feststehen ist zu überlegen, welches Ergebnis zu erwarten ist und welcher Sollwert erreicht werden soll, sprich:
Ab wann bin ich zufrieden, ab wann bin ich unzufrieden.